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Notfallübung am Flughafen Münster/Osnabrück

Feuerwehren und Rettungskräfte trainieren für reibungslose Zusammenarbeit

Sicherheit hat im Luftverkehr oberste Priorität. Daher werden am Flughafen Münster/Osnabrück – wie für alle internationalen Verkehrsflughäfen vorgeschrieben – alle zwei Jahre Großübungen abgehalten, um die Zusammenarbeit der internen und externen Rettungskräfte und sonstigen beteiligten Organisationen zu trainieren. Am heutigen Samstag, 21. Mai 2016, um 09.30 Uhr wurde am Flughafen Münster/Osnabrück eine Notfallübung mit folgendem Szenario durchgeführt:

Ein Bus, besetzt mit 50 Fluggästen, kollidierte aufgrund eines technischen Defektes mit einem abrollbereiten Flugzeug, in dem sich 70 Passagiere befanden. Außerdem wurde bei dem Unfall noch ein weiteres Vorfeldfahrzeug des Airports in Mitleidenschaft gezogen, in dem sich zwei Airport-Mitarbeiter befanden, die dem Bus ausweichen wollten. Der Bus wird stark beschädigt, und die darin befindlichen Fluggäste wurden zum Teil schwer verletzt. Die beiden Flughafenmitarbeiter kamen bei dem Unfall ums Leben. Die Gäste aus dem Flugzeug bleiben unverletzt bzw. werden nur leicht verletzt.

Die zuerst eintreffende Flughafenfeuerwehr wurde von den externen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen aus den umliegenden Städten und Gemeinden bei der Brandbekämpfung und der Rettung der Passagiere unterstützt. Die externen Feuerwehr- und Rettungskräfte kamen u.a. aus dem Kreis Steinfurt, den Städten Münster und Osnabrück sowie aus den benachbarten Kreisen. Unterstützt wurden die Rettungskräfte durch Mitarbeiter der Hilfsorganisationen Technisches Hilfswerk (THW), Malteser Hilfsdienst (MHD), Johanniter Unfallhilfe, SEG Notärzte des Kreises Steinfurt, der Personenauskunftsstelle des Kreises Steinfurt, dem Krisenstab des Kreises Steinfurt der Werkfeuerwehr der Fa. Dyckerhoff und Verletzten darstellen des DLRG und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Insgesamt sind rund 1.100 Personen des Feuerwehr- und Rettungsdienstes sowie der Hilfsorganisationen mit rund 200 Fahrzeugen an der Übung beteiligt. Um ein möglichst realistisches Bild der Unfallsituation zu bieten, agierten die Unfalldarsteller wirklichkeitsgetreu entsprechend der Szenariovorgaben.

Das vorgegebene Szenario entspricht einer großen Schadenskategorie. Am FMO wurde ein Krisenstab eingerichtet. In enger Abstimmung mit der Einsatzleitung von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden hier alle Maßnahmen koordiniert.

Der Übungsschwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Organisation und Durchführung der Brandbekämpfung, der Rettung der verletzten Passagiere sowie der Betreuung der nicht verletzten Gäste und Angehörigen. Als erstes Resümee kurz nach der Übung äußerten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften habe sehr gut und reibungslos funktioniert. Auch die Versorgung der Verletzten sei professionell und zügig erfolgt. In den nächsten Tagen und Wochen wird die gesamte Übung von allen Beteiligten aber noch im Detail aufgearbeitet werden.

Zu Beeinträchtigungen im regulären Flugverkehr hat die Übung nicht geführt.

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